Caffèyolo: Vom Cafévelo zum eigenen Café

Was mit dem Cafévelo im Velotunnel begann, ist heute ein eigenes Café in Luzern. Caffèyolo verbindet Kaffeeleidenschaft, Persönlichkeit und eine Atmosphäre, in der man gerne kurz bleibt oder bewusst verweilt.

Wie alles begann

Die Geschichte von Caffèyolo beginnt nicht erst mit dem eigenen Café, sondern 2019 im Velotunnel beim Bahnhof Luzern. Dort startete die Baristakarriere von Sämi Achermann mit dem Kaffeevelo vom Kaffeekranz.

Als gelernter Zimmermann war er nicht nur beim Kaffee, sondern auch beim Auf- und Einbau sowie bei der Eröffnung des Kaffeekranz mit dabei. Schon damals war klar, dass hier jemand nicht einfach nur mitarbeitet, sondern einen eigenen Zugang zu Kaffee und Gastfreundschaft mitbringt.

Nach dem Einschnitt durch Covid durfte Sämi im Oktober 2021 das Kaffeekranzvelo im Franchising übernehmen. Bis Mitte 2024 führte er es weiter und baute es in dieser Zeit zu einem Ort mit Stammkundschaft und neuer Kundschaft auf. Viele kannten nicht nur das Cafévelo, sondern vor allem auch Sämi selbst.

Von der One-Man-Show zum eigenen Ort

Im Velotunnel war vieles laut, lebendig und schnell. Manchmal hätte es, wie Sämi selbst sagt, eine dritte oder vierte Hand gebraucht. Aber eben nur für ein paar Minuten. Genau daraus entstand auch der Name Caffèyolo: wie ein Caffè-„Pizzaiolo“, also eine echte One-Man-Show mit viel Tempo, Präsenz und Persönlichkeit.

Nach der Franchise-Zeit ging es weiter. Im Mai 2024 startete Sämi mit Caffèyolo als Untermieter im Blue Pup. Seit dem 26.07.2025 gibt es Caffèyolo nun als eigenes Café.

Was Caffèyolo besonders macht

Caffèyolo steht vor allem für Kaffee, der mit viel Sorgfalt ausgewählt wird. Wer hier vorbeikommt, merkt schnell, dass Kaffee nicht nebenbei läuft, sondern im Zentrum steht. Es geht um hochwertige Bohnen, unterschiedliche Röstungen und darum, verschiedene Kaffees mit eigenen Fruchtnoten anbieten zu können.

Der Fokus liegt auf Specialty Coffee. Eine wichtige Orientierung dabei ist der sogenannte SCA-Score. Kaffee wird auf einer Skala von 0 bis 100 bewertet, und ab 80 Punkten gilt er als Specialty Coffee beziehungsweise als Gourmetkaffee. Die Kaffees, die bei Caffèyolo angeboten werden, liegen über dieser Schwelle. Dahinter steckt viel Handarbeit: von der Pflege der Pflanze über Ernte- und Trocknungsmethoden bis hin zum Verlesen der Bohnen. Auch die Aufbereitung ist je nach Kaffee unterschiedlich.

Bei Caffèyolo wird Kaffee sehr bewusst ausgewählt. Gleichzeitig spielt auch der Barista eine wichtige Rolle dabei, wie der Kaffee am Ende erlebt wird.

Drei Röstereien, ein Qualitätsanspruch

Am Anfang startete Sämi mit fünf Röstereien. Zu Hause testete er sogar mehr als zehn, bevor er sich schliesslich auf drei konzentrierte. Heute arbeitet Caffèyolo mit regionalen Röstereien zusammen:

Gleichzeitig bietet Caffèyolo verschiedene Röstgrade an, von Medium Dark Roast über Medium Light Roast bis zu Light Roast. Genau diese Auswahl macht Caffèyolo für Menschen spannend, die Kaffee nicht nur trinken, sondern bewusst entdecken möchten.

Schnell und good

Der Slogan „Schnell und Good“ sagt bereits viel über Caffèyolo aus. Einerseits soll es schnell gehen können, gerade für Pendler:innen, Berufstätige oder Menschen auf dem Weg durch die Stadt.

Andererseits soll Kaffee auch in Ruhe genossen werden können. Wer sitzen bleibt, soll den Kaffee wirklich zelebrieren dürfen. Genau diese Verbindung aus Tempo und Qualität macht das Konzept besonders. Caffèyolo ist nicht nur für den schnellen Coffee-Stop da, sondern auch für Menschen, die bewusst verweilen möchten.

Was Du probieren solltest

Zu den beliebtesten Produkten gehören:

  • Cappuccino
  • Flat White
  • Cornetto mit Aprikosen-Konfitüre
  • Affogato
  • Espresso Tonic
  • im Sommer Shakerato Coco

Gerade der Espresso Tonic ist etwas,
das man in Luzern nicht oft findet. Dazu kommen Panini, Muffins und neu ausprobiert wird auch ein neues Essenskonzept mit Apéro-Plättli.

Am Morgen gibt es zudem Frühstücksangebote wie Gipfeli, Schoggigipfeli und Cornetto mit Aprikosen-Konfitüre.

Offen, unkompliziert und familiär

Caffèyolo ist offen für alle Menschen. Das zeigt sich schon bei der Kundschaft: von 20 bis 94 Jahren, von Berufstätigen und Pendler:innen bis zu Tourist:innen, von jung bis alt. Am Morgen kommen viele Stammkund:innen und Einheimische, ab Mittag sind es vermehrt Tourist:innen.

Wichtig sind dabei nicht nur Kaffee und Produkte, sondern auch die Haltung dahinter. Bei Caffèyolo geht es darum, einfach so zu sein, wie Du bist. Die Atmosphäre soll gemütlich, schön und familiär wirken. Das Team arbeitet mit Du-Kultur, auf gleicher Augenhöhe und mit einem authentischen, freundlichen Auftreten. Ideen von Mitarbeitenden werden geschätzt und integriert.

Genau das scheint auch bei den Gästen anzukommen. Vor Ort war spürbar, dass Kund:innen bereits sehr positiv über das Café gesprochen haben.

Auch im Alltag bleibt Caffèyolo unkompliziert. Wer etwas dabeihat, das das Café selbst nicht anbietet, darf das grundsätzlich essen. Gleichzeitig ist es dem Café wichtig, dass Menschen, die dort Platz nehmen, auch etwas konsumieren.

Du möchtest noch mehr Eindrücke vom Caffèyolo bekommen? Auf Instagram findest Du das passende Video dazu. Den Link findest Du hier.

Fazit

Caffèyolo ist nicht einfach nur ein weiteres Café in Luzern. Es ist ein Ort, der aus echter Kaffeeleidenschaft entstanden ist und sich Schritt für Schritt vom Cafévelo im Velotunnel bis zum eigenen Café weiterentwickelt hat.

Wer in Luzern hochwertigen Kaffee, eine unkomplizierte Atmosphäre und einen Ort mit viel Persönlichkeit sucht, sollte Caffèyolo kennen.

Caffèyolo verbindet Qualitätskaffee, Persönlichkeit und Luzerner Alltag auf seine ganz eigene Weise.

Kommentar

  1. Avatar von Kevin

    Schöner Beitrag über Caffèyolo. Ich war schon einmal dort, habe durchs Lesen aber trotzdem noch Neues über die Geschichte erfahren. Beim nächsten Mal werde ich den Ort sicher etwas bewusster wahrnehmen. Hat mir gut gefallen.

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